Psychodrama mit Jugendlichen

Die Pubertät ist ein „Durchgangsstadium der Entwicklung“ - allerdings ein Stadium, welches Jugendliche und Eltern gleichermaßen herausfordert. Die Beziehungen außerhalb der Familie gewinnen an Wichtigkeit, die Gruppe bzw. das „Wir“ steht im Vordergrund. Attribute wie Vertrauen, Fairness und Solidarität sind bedeutend.
Während der Pubertät entwickeln Jugendliche eine immer differenziertere Sprache und auch die Möglichkeit der Perspektivenübernahme. Sie können eine Situation jetzt aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Außerdem wird ihnen klar, dass sie auf Beziehungen aktiv Einfluss nehmen und sie regulieren können.

Monodrama - Psychodrama im Einzelsetting:

Die Selbsterforschung und Ausdifferenzierung der eigenen Person sind wesentliche Themen in der Pubertät. Im Monodrama mit Jugendlichen spielen sich viele Szenen schon auf der sogenannten „inneren Bühne“ ab, d.h. sie müssen nicht mehr real dargestellt werden. Trotzdem kommen häufig soziometrische Bilder (Bilder, in den Anziehung und Ablehnung in Gruppen sichtbar gemacht werden) und symbolische Elemente (zum Beispiel Münzen oder Steine) zum Einsatz. Dies ermöglicht eine Übersicht über den eigenen Status in den verschiedenen Gruppen, in denen sich der oder die Jugendliche aktuell bewegt. Die Darstellungen regen außerdem zum Prozess der wechselseitigen Perspektivenübernahme an. Des weiteren werden Hilfsmittel wie Fotos, Zeitschriften, Gedichte oder auch Musik eingesetzt. Die Sprache ist aber das bevorzugte Mittel zur Begegnung. Das Monodrama ist geprägt von einer wertschätzenden, vertrauensvollen und humorvollen Beziehung.

Gruppenpsychotherapie:

Die Entwicklung von sozialen Handlungskompetenzen wird in der Gruppentherapie trainiert. Dafür wird das soziodramatische Spiel genutzt: Szenen aus der realen Welt, soziale und kulturelle Rollengefüge der Gesellschaft werden auf die Bühne gebracht. Dabei wird themenzentriert gearbeitet, wobei alle Jugendliche  nach einer Gruppenentscheidung für das Thema (Konflikte mit den Eltern, Ausgrenzung und Rassismus, Männer vs. Frauen o.ä.) eine eigene Rolle auswählen. So können neue, bisher unbekannte Sichtweisen ausprobiert und neue Handlungsmöglichkeiten geübt werden.
Ein wesentlicher Bestandteil des soziadramatischen Spiels ist das sogenannte „Rollenfeedback“, das am Ende jeder Einheit von der Gruppe gegeben wird. Dieses unterstützt den inneren Rollenwechsel und hilft dem oder der Jugendlichen, einen Bezug zur persönlichen aktuellen Lebenssituation herzustellen.

 

Kontakt

Psychodramapraxis
Franziska Pernthaner
Psychotherapeutin in Ausbildung
unter Supervision
Fridau 6/2/1
A-3200 Obergrafendorf
Mobil +43 (0) 699.18 88 12 13
 
Termine nach Vereinbarung.
 
Psychodramapraxis Franziska Pernthaner · Fridau 6/2/1 · A-3200 Obergrafendorf
Mobil +43 (0) 699.18 88 12 13 · eMail info@pdp-pernthaner.at